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Bildquelle: Haller Tagblatt

Uli Keuler, das ist doch der mit..
"Goad a Maa durch dr Walld"

In der nahezu vollbesetzten Aula des Schulzentrum West präsentierte der beliebte Kabarettist am 12. Oktober sein Solo-Programm. Der Förderverein der Thomas-Schweicker-Werkrealschule veranstaltete nach zwei Jahren mit Hans Klaffl diesen, mittlerweile dritten Kabarettabend. Ein Teil der Einnahmen kommt daher dem Förderverein zugute.


   
Die dargebotenen Geschichten Keulers erschienen wie an der Schnur aufgezogen:

Da wäre zum Beispiel der Bahnreisende am Schalter, der mit seiner Großfamilie, deren Mitglieder an unterschiedlichen Orten zusteigt und damit den Bahnbeamten zu Verzweiflung bringt. Oder der Jugendliche, der Gugelhupf (Google-Hupf) für eine Tanzveranstaltung im Internet hält. Auch der Wanderer, der sich im Bocktal auf Pflanzensafari begibt, sollte sich vor gefährlichen Kräutchen wie Säbelzahnklee oder Kampfkamille in Acht nehmen.

Auf Wunsch des lang applaudierenden Publikums brachte Keuler noch zwei Zugaben: Das Bügelbrett (Auf Wunsch unseres Schulleiters) und schließlich den "Maa im Wald", der das Publikum schon seit fast 40 Jahren zum Lachen bringt.

Keuler verzichtet auf politisches Kabarett. Bei ihm steht vielmehr der einfache Mensch mit seinen alltäglichen Sorgen und Nöten im Vordergrund. Sein Stil ist sehr erfrischend und reißt das Publikum jederzeit mit.

Er überfährt es auch nicht mit sich überschlagenden Gags, sondern lässt genügend Zeit, die sehr geschickt gesetzten Pointen wirken zu lassen und damit für herzhafte Lacher zu sorgen. Uli Keuler karikiert Menschen auf freundliche Art und Weise, ohne sie bloß zu stellen. Das hebt ihn positiv ab von so manchem Fernsehkabarettisten.
vb